Herzlich willkommen – an alle, die neu hier sind, und genauso an die, die uns schon länger begleiten.
Dieser Blogbeitrag ist kein klassischer Reisebericht. Es geht heute nicht darum, welche Sehenswürdigkeiten wir abklappern, welche Instagram-Spots wir abhaken oder welche Hotels wir empfehlen würden.
Es geht um etwas viel Grundsätzlicheres.
👉 Es geht darum, wie wir reisen.
👉 Warum wir so reisen.
👉 Und weshalb unsere Art zu reisen für viele unverständlich, für manche unbequem – und für uns genau richtig ist.
Das hier ist keine Anleitung, keine Vorgabe und schon gar kein „So musst du leben“.
Es ist ein ehrlicher Einblick in unser Leben, unsere Entscheidungen und unseren Alltag als reisende Familie.
Und ja: Dieser Text darf polarisieren.
Weil echtes Leben das nun mal tut.
Reisen klingt romantisch – bis der Alltag mitreist
Viele Menschen haben ein sehr verklärtes Bild vom Reisen.
Von Freiheit. Von Sonnenuntergängen. Von Leichtigkeit.
Was dabei oft vergessen wird:
👉 Unser Alltag reist immer mit.
Wir sind selbstständig.
Wir arbeiten – teilweise bis zu 12 Stunden am Tag.
Und ja, wir verdienen damit teilweise bis zu 5.000 € netto im Monat.
Das ist kein Flex.
Das ist eine Realität, die man mitdenken muss.
Reisen bedeutet für uns nicht Urlaub im klassischen Sinne.
Es bedeutet: Arbeiten von unterwegs, Verantwortung tragen, Entscheidungen treffen – und das alles mit:
- zwei Kindern
- zwei Hunden
- einem Auto
- und sehr klaren Prioritäten
Unsere Reisen entstehen nicht aus einem Fluchtgedanken, sondern aus der Frage:
Was passt gerade zu unserem Leben?
Kinder, Hunde, Arbeit – und trotzdem unterwegs
Ein ganz entscheidender Punkt:
Wir reisen nicht nur für uns.
Wir reisen als Familie.
Unsere Kinder brauchen Struktur, Sicherheit und einen möglichst entspannten Alltag.
Sie brauchen Platz zum Spielen, wenig Verkehr, Ruhephasen – und nicht jeden Tag ein neues Abenteuer, das Erwachsene spannend finden, Kinder aber überfordert.
Und dann sind da noch unsere zwei Hunde.
Fliegen?
Kommt für uns nicht infrage.
Wir wollen es unseren Vierbeinern nicht antun, stundenlang in einer Transportbox im Frachtraum zu liegen.
Deshalb ist unsere Art zu reisen automatisch begrenzt auf:
- Auto
- Fähren
- erreichbare Ziele
Für manche klingt das einschränkend.
Für uns ist es einfach eine bewusste Entscheidung.
Denn Freiheit bedeutet nicht, alles zu können –
sondern das Richtige zu wählen.
Jeder hat seinen Platz – und seine Bedürfnisse
Ein Punkt, der uns extrem wichtig ist:
👉 Jeder in unserer Familie muss auf seine Kosten kommen.
Und das sieht bei uns ganz unterschiedlich aus.
Matthias ist der Typ Abenteuer:
- Klippenspringen
- Tauchen
- Kajak fahren
- Schnorcheln
- Wandern
- Klettern
- Höhlen erkunden
Hauptsache Bewegung, Natur, Action.
Sally hingegen liebt:
- Ruhe
- gutes Essen
- kulinarische Vielfalt
- Genuss
- schöne Orte ohne Trubel
Auch das ist Teil von Freiheit.
Die Kinder?
Die brauchen keine Sehenswürdigkeiten.
Die brauchen:
- Spielplätze
- Platz zum Toben
- möglichst verkehrsberuhigte Gegenden
- Sicherheit
Und ganz ehrlich:
Wenn Kinder zufrieden sind, ist der halbe Stress schon weg.
Warum wir keine Städtereisen machen
Das hier ist vielleicht der Punkt, an dem sich viele ertappt fühlen – oder den Kopf schütteln.
Wenn du bei uns Tipps für Städtereisen suchst, dann bist du hier falsch.
Wir mögen keine durchgetakteten Tage.
Keine Menschenmassen.
Keine Hotspots, die alle abarbeiten.
Wir wollen nicht sehen, was man gesehen haben muss.
Wir wollen sehen, wie Menschen wirklich leben.
Wir suchen gezielt Orte:
- abseits vom Massentourismus
- dort, wo Einheimische einkaufen
- dort, wo man die Sprache hört
- dort, wo das Leben normal weiterläuft
Denn ganz ehrlich:
👉 An einen Pool kann ich mich auch in Deutschland legen.
👉 All-Inclusive-Essen bekomme ich überall.
Wenn wir reisen, wollen wir:
- Landschaft fühlen
- Menschen erleben
- das Land verstehen
Nicht konsumieren – sondern erleben.
Ehrlich über Hunde, Alltag und Realität
Ein Thema, über das kaum jemand ehrlich spricht:
👉 Hunde auf Reisen.
Nein, wir gehen nicht jeden Tag stundenlang mit unseren Hunden wandern.
Und ja, das sagen wir ganz offen.
Aber wir achten darauf, dass:
- die Unterkunft genügend Auslauf bietet
- die Umgebung passt
- Stress vermieden wird
Ein Beispiel:
Wir hatten einmal ein großes Bauernhaus mit 10.000 Quadratmetern eingezäuntem Grundstück.
Da stellt sich die Frage nach dem täglichen Spaziergang ganz neu.
Wenn das Grundstück so groß ist wie ein Sportplatz, dann ist das für Hunde oft entspannter als jede Leine an der Straße.
👉 Nicht perfekt – aber durchdacht.
Einfach reisen – statt luxuriös flüchten
Wir legen keinen Wert auf Luxus.
Kein Designer-Apartment.
Kein Infinity-Pool.
Kein Fünf-Sterne-Resort.
Wenn wir in einem Mehrfamilienhaus wohnen:
- freuen wir uns über einen Aufzug
- kommen aber auch mit zwei Treppen klar
Unsere Grundbedürfnisse sind überschaubar:
- Waschmaschine
- WLAN
- Parkplatz
Das sind unsere drei Basics.
Alles andere ist Bonus.
Und genau dadurch wird Reisen plötzlich:
- günstiger
- entspannter
- ehrlicher
Fernab der Hotspots – und plötzlich wird Leben günstig
Ein Punkt, der viele überrascht:
👉 Abseits der Touristenorte wird das Leben bezahlbar.
In Italien zahlen wir teilweise:
- 6 € für eine Pizza Margherita
Da überlegt man nicht lange, ob man selbst kocht.
Ein Beispiel aus unserem echten Leben:
Wir waren mit der ganzen Familie essen – Pizza, Getränke, alles.
👉 Gesamtrechnung: 24 €.
Das ist kein Spartrick.
Das ist das Ergebnis von:
- Standortwahl
- Perspektivwechsel
- bewussten Entscheidungen
Alles passt in einen Kombi – inklusive Dachbox
Wir würden uns nicht als Minimalisten bezeichnen.
Aber wir können ehrlich sagen:
👉 Unser gesamtes Leben passt in einen Kombi – inklusive Dachbox.
Und das war kein Verlust.
Das war eine Befreiung.
Denn wenn man sich wirklich hinsetzt und sich fragt:
Was brauche ich wirklich, um glücklich zu sein?
… dann merkt man schnell:
- wie viel Ballast man mit sich rumschleppt
- wie viele Dinge man besitzt, weil man glaubt, sie zu brauchen
Wenn man anfängt:
- Dinge zu hinterfragen
- bewusst Abstriche zu machen
- ehrlich zu sich selbst zu sein
… wird das Leben leichter.
Nicht leerer.
Leichter.
Weniger Besitz, mehr Leben
Je weniger wir brauchen,
desto mehr bleibt übrig für:
- Zeit
- Erlebnisse
- Gespräche
- Nähe
- Freiheit
Das wahre Leben beginnt oft genau dort,
wo man aufhört, ständig mehr zu wollen.
Nicht perfekt.
Nicht glamourös.
Aber echt.
Warum wir diesen Text schreiben
Dieser Beitrag soll:
- keine Anleitung sein
- keine Bewertung
- kein Vergleich
Er soll dir zeigen:
👉 So leben wir. So reisen wir. So funktioniert es für uns.
Vielleicht erkennst du dich wieder.
Vielleicht triggert dich manches.
Vielleicht regt es dich zum Nachdenken an.
Und wenn du am Ende dieses Textes merkst:
„Vielleicht brauche ich gar nicht so viel, wie ich dachte.“
Dann hat dieser Beitrag genau das erreicht, was er sollte.
Immer wieder toll von euch zu Lesen